Wärmepumpe Kosten

Wie viel kostet eine Wärmepumpe

Wärmepumpe Kosten

Die Energiegewinnung der Zukunft – Wie viel kostet eine Wärmepumpe?

Die Strompreise kennen seit Jahren nur eine Richtung: aufwärts. Spricht man in diesem Zuge vom steigenden Ökostrom, wird das Ganze noch viel teurer. Im Gegenzug hierzu hört man immer mehr von zufriedenen Wärmepumpenbesitzern. Die Wärmepumpe zählt zu den erneuerbaren Energien und arbeitet zuverlässig und effizient. Zudem sind Bauherren im Neu- und Altbau seit dem 01.10.2009 durch die „ Energiesparverordnung“ (EnEV, ab 01.10.2009) und „Erneuerbare Energien Wärmegesetz“ (EEWärmeG, ab 01.01.2009) dazu verpflichtet, erneuerbare Energien einzusetzen. Es ist also höchste Zeit sich näher mit dem Thema Wärmepumpen und den Kosten für diese zukunftsträchtige Art der Wärmegewinnung zu beschäftigen.

Gründe für eine Wärmepumpe

Wärmepumpen zählen zu den erneuerbaren Energien und deshalb als saubere Energiequelle. Denn die Wärmepumpe gewinnt bis zu 80% der Wärmeenergie aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich. Nur für den Antrieb benötigt die Pumpe einen geringen Anteil an Strom.

Ein weiterer wichtiger Punkt für den Einsatz von Wärmepumpen ist, neben der Nachhaltigkeit der eingesetzten Energiegewinnung, die höhere Unabhängigkeit von Strom- und Gaspreisen. Auch wenn man immer noch zu einem geringen Grad von den Preisen abhängig ist, werden die Preise insgesamt als verträglicher empfunden. Durch stetige Weiterentwicklung der Technik werden moderne Wärmepumpen immer effizienter, die eigene Wärmeenergie immer sauberer und die Unabhängigkeit von den Strom- und Gaspreisen immer höher.
Da der Stromverbrauch durch den Betrieb der Wärmepumpe höher ist als normal, bieten die meisten Stromanbieter zudem extra Wärmepumpentarife über einen getrennten Zähler.

Arten und Kosten von Wärmepumpen

Die Kosten für die Beschaffung einer Wärmepumpe kann von Größe und Art der Wärmepumpe abhängen. Man unterscheidet zwischen Luft-, Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Arten und Kosten der verschiedenen Wärmepumpen – angegeben jeweils für ein durchschnittliches Wohnhaus.

1. Luft-Wärmepumpen

Bei den Luft-Wärmepumpen unterscheidet man zwischen der Luft-Wasser- und der Luft-Luft-Wärmepumpe.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die am häufigsten eingesetzte Art von Wärmepumpen in Deutschland, denn sie ist relativ kostengünstig in der Erstinvestition und zudem platzsparend. Außenluft wird durch einen Ventilator eingesogen, mechanisch erhitzt und an den Wasser- und Heizkreislauf übergeben. Die Investitionskosten liegen bei etwa 500 bis 2.000 € für die Erschließung und 4.000 bis 12.000 € für die Anschaffung. Die durchschnittlichen Stromkosten belaufen sich auf etwa 1.000 – 1.200 € pro Jahr.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist eine Belüftungsanlage zur Wärmerückgewinnung mit kleiner integrierter Wärmepumpe. Die Kosten für die Erschließung belaufen sich auf etwa 2.000 bis 6.000 € und die Kosten für die Anschaffung auf etwa 5.000 bis 10.000 €. Die durchschnittlichen Stromkosten liegen, wie bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe bei etwa 1.000 – 1.200 € pro Jahr.

2. Erd-Wärmepumpen

Erd-Wärmepumpen werden auch als Sole-Wasser-Wärmepumpen bezeichnet. Die Gewinnung der Umweltwärme kann entweder über Erdkollektoren oder durch Erdsonden erfolgen. Die Erschließungskosten liegen bei der Variante mit Erdkollektoren bei 2.000 bis 5.000 € und bei der Variante mit der Erdsonde bei 3.500 bis 8.000 €. Die Anschaffungskosten liegen bei beiden Varianten zwischen 5.000 und 12.000 € und die durchschnittlichen Stromkosten bei 600 bis 900 € pro Jahr.

3. Grundwasser-Wärmepumpen

Die Installation der sogenannten Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist sehr aufwendig, aber effektiv. Da das Grundwasser das ganze Jahr eine konstante Temperatur von 7 – 12 °C hat, garantiert dies einen hohen Wirkungsgrad und nur geringe Stromkosten zum Betrieb der Wärmepumpe. Die Kosten für die Erschließung liegen bei etwa 4.000 bis 7.000 € und die Kosten für die Anschaffung bei etwa 9.000 bis 12.000 €. Durch den hohen Wirkungsgrad liegen die durchschnittlichen Stromkosten nur bei 550 bis 800 € pro Jahr.

Zusatzkosten und Betriebskosten

Zusatzkosten entstehen immer dann, wenn irgendetwas von der Norm abweicht. Dies kann bei Wärmepumpen zum Beispiel ein Pufferspeicher sein. Pufferspeicher ermöglichen ein höheres Volumen an bereits vorgewärmten Wasser für den Heiz- oder Warmwasserkreislauf und liegen je nach Größe bei etwa 500 bis 2.000 €.

Die Betriebskosten fallen bei Wärmepumpen relativ gering aus. Pro Wartung (1-2 Mal jährlich) fallen etwa 150 € und als Nebenkosten circa 60 bis 100 € an.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass die beliebten Luft-Wärmepumpen günstig in der Anschaffung, aber etwas teurer in den Betriebskosten sind. Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen sind dagegen teurer in der Erschließung und Anschaffung, aber günstiger in den laufenden Betriebskosten.

Den allgemein hohen Investitionskosten für Erschließung und Anschaffung einer Wärmepumpe stehen die Vorteile wie die Unabhängigkeit von Strom- und Gaspreisen, der eigene Beitrag zur Nachhaltigkeit und eine hocheffiziente Arbeitsweise gegenüber. Am Ende muss man wohl selbst beurteilen, welche Art der Wärmepumpe für den eigenen Zweck am besten geeignet ist. Abschließend kann aber dennoch festgestellt werden, dass Wärmepumpen, vor allem im Zusammenspiel mit anderen regenerativen Energien wie Photovoltaik, Solar oder Holz, eine vielversprechende Energielösung für die Zukunft bieten.