Wärmepumpe

Wer ein Haus baut oder ein Anwesen sanieren möchte, der macht sich Gedanken über Heizsysteme und die Kosten, die diese verursachen können. Alternative Heizmethoden sind beliebt, denn die Kosten für Gas, Holz, Kohle sowie Heizöl steigen. Wenn von alternativen Heizmethoden gesprochen wird, dann sollten diese selbstverständlich umweltschonend sein und für den privaten Bereich genutzt werden können. Wärme, die direkt aus der Umwelt erzeugt werden kann, bietet eine alternative, umweltschonende Heizmöglichkeit. Wärmepumpen sind Systeme, die Umweltwärme erzeugen und sowohl für den privaten als auch den gewerblichen Bereich gekauft werden können. Wärmepumpen sind innovative technische Systeme, die viele Vorteile bieten. Die alternativen Heizsysteme sind energieeffizient, emissionsfrei und ökologisch. Durch Wärmepumpen können Umweltressourcen geschont werden. Gleichzeitig sorgen die alternativen Heizsysteme für eine wohlige Wärme in privaten sowie gewerblichen Räumlichkeiten.

Wärmepumpe Montage

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Arten von Wärmepumpen – Nähere Infos

Energie aus dem Erdreich

Energie aus der Luft

Energie aus der Luft

Energie aus Grundwasser

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe trägt zur Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen bei. Das Heizsystem ist umweltschonend und muss kaum gewartet werden. Wenn Einbau und Betrieb des Pumpensystems optimal geplant und durchgeführt werden, steht die elektrische Antriebsleistung des Systems als Wärmeenergie zur Warmwasseraufbereitung und zum Heizen zur Verfügung.

Wärmepumpen sind in Oberösterreich das erste Mal eingesetzt worden. Vor über 150 Jahren wurde eine Wärmepumpe zum ersten Mal in der Saline genutzt. Hersteller von Wärmepumpen haben die Systeme weiterentwickelt und optimieren den Einsatz der alternativen Heiztechnologien fortlaufend. Es stehen ausgereifte Wärmepumpensysteme zur Verfügung, die zuverlässig funktionieren und mit nur wenig Strom betrieben werden müssen.

Eine Wärmepumpe ist in der Funktionsweise einem Kühlschrank ähnlich. Dem Kühlschrankinneren wird durch einen Kältemittelkreislauf die Wärme entzogen. Die Wärme wird bei dem Vorgang an die Umgebung abgegeben. Die Wärmepumpe funktioniert nach dem umgekehrten Prinzip. Der Kreislauf des Kältemittels sorgt bei einer Wärmepumpe dafür, dass Wärme aus der Umgebung gezogen wird. In dem Wärmepumpensystem wird die entzogene Wärme höher temperiert und zur Warmwasseraufbereitung oder zum Heizen genutzt. Als Energiequelle kann die Umgebungswärme aus dem Grundwasser, der Luft oder dem Boden gezogen werden. Die genannten Energielieferanten speichern Sonnenenergie, die eine Wärmepumpe für Haushalt oder Gewerberäume nutzbar macht.

Das Kältemittel in der Wärmepumpe wird dazu genutzt, die notwendige Temperatur zum Heizen und zur Warmwasserbereitung zu erreichen. Dazu wird ein Kältemittel mit niedrigem Siedepunkt benötigt. Durch den niedrigen Siedepunkt verdampft das Kältemittel bereits bei relativ kalten Temperaturen der jeweiligen Wärmequelle. Das verdampfte Kältemittel wird durch den Antrieb der Wärmepumpe verdichtet. Durch die Verdichtung des Kältemittels steigt die Temperatur. Die Energie für den Antrieb der Wärmepumpe kann per Gas oder mittels Strom erfolgen. Das verdichtete Kältemittel wird durch einen Kondensator verflüssigt. Durch die Verflüssigung wird die gespeicherte Energie des Kältemittels in Form von Wärme an den Haushalt abgegeben. Die gespeicherte Energie beinhaltet sowohl die aufgenommene Wärme aus der Umgebung als auch die Antriebsenergie, die der Wärmepumpe zugeführt wurde.

Arbeitet die Wärmepumpe optimal, kann die 100%-Wärmeleistung einer Wärmepumpe zu 75 % aus kostenlosen Umweltressourcen produziert werden. Die Effizienz eines Wärmepumpensystems wird von den Herstellern unter Laborbedingungen getestet. Im Labor wird der Coefficient of Performance, kurz COP-Wert bestimmt, der auch als Leistungszahl beschrieben werden kann. Der Wert zeigt an, wie viel Energie durch eine Wärmepumpe im Vergleich zum Energieeinsatz gewonnen werden kann. Die Wärmepumpen, die mittlerweile auf dem Markt erhältlich sind, erreichen COP-Werte von 4 bis 5, unter Normbedingungen. COP-Werte von 4 bis 5 bedeuten, dass die Antriebsenergie um das 4- bis 5-Fache wiedergewonnen wird.

Welche Vorteile bietet eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist eine moderne und effiziente Heizmethode, die als zukunftssicher gilt und nur geringe Betriebskosten verursacht. Ein weiterer Vorteil des Wärmepumpensystems liegt in den umweltschonenden Eigenschaften. Im Vergleich zu anderen Heizmethoden, wie beispielsweise Gas oder Öl, werden weniger Ressourcen benötigt. Wärmepumpen können zudem nicht nur heizen, sondern sind auch zur Warmwasserbereitung und zum Kühlen geeignet. Des Weiteren sind Systeme im Handel erhältlich, die eine kontrollierte Lüftung der Wohnung ermöglichen. Wer eine Wärmepumpe nutzt, erhält eine umweltfreundliche Heiz-, Kühl- und Lüftungstechnik, die den zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Wärmepumpensysteme müssen kaum gewartet werden und arbeiten unabhängig von der endlichen Ressource Öl und weitestgehend unabhängig von Gas. Besitzer bzw. Nutzer einer Wärmepumpe müssen sich um steigende Öl- und Gaspreise kaum Gedanken machen.

Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung

Warmwasserbereitung und Heizung sind nur zwei mögliche Aufgaben, die eine Wärmepumpe erfüllen kann. Das System kann einzeln zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung genutzt werden oder in Kombination. Des Weiteren kann eine Wärmepumpe auch einen Raum kühlen, lüften und entfeuchten. Kühlung, Lüftung und Entfeuchtung sind besonders in Kellerräumen und Speisekammern gewünscht. Auch in Weinkellern können Wärmepumpen mit kühlenden, lüftenden und entfeuchtenden Eigenschaften zum Einsatz kommen. Bestimmte Wärmepumpenvarianten, wie beispielsweise die Warmwasser-Wärmepumpe, können mit fossilen Heizungen bzw. Heizungssystemen kombiniert werden. Das Kühlen mit der Wärmepumpe kann aktiv oder passiv erfolgen. Die passive Kühlung ist eine energiesparende Variante, die einen Raum um ca. 5 °C herunterkühlen kann. Die passive Kühlmöglichkeit wird auch als grüne Kühlung oder stille Kühlung bezeichnet und ist mit sogenannten erdgekoppelten Systemen zu realisieren. Um einen Raum oder ein Gebäude mit einer Wärmepumpe nicht nur zu beheizen, sondern auch zu kühlen, ist kein weiteres Gerät nötig. Hersteller von Wärmepumpen geben an, ob ihr System auch zum Kühlen geeignet ist und welche Voraussetzungen für die Kühlung erfüllt sein müssen. Wer eine Wärmepumpe installieren lassen möchte, der sollte darauf achten, dass das Gerät eine Kühlfunktion besitzt. Wer eine höhere Kühlleistung benötigt, die 5 °C überschreitet, der sollte eine aktive Kühlung wählen. Eine Wärmepumpe mit aktiver Kühlung kann das Heizprinzip umkehren und nutzt die Antriebsenergie zum Kühlen. Wer nicht weiß, welches Kühlsystem für den Eigenbedarf das Beste ist, der kann auch eine Wärmepumpe wählen, die sowohl aktiv als auch passiv kühlen kann. Ein solches Kombinationssystem ist in der Lage, an heißen Tagen aktiv zu kühlen und bei eher geringem Bedarf die Passivkühlung zu nutzen.

Wärmepumpe als Lüftungssystem

Eine Wärmepumpe kann mit dem Lüftungssystem des Hauses bzw. des Wohnraumes verbunden werden. Das funktioniert hauptsächlich in Häusern, die gut gedämmt sind. Die Abluft eines Lüftungssystems enthält Abwärme, die durch die Wärmepumpe nutzbar gemacht wird und zum Heizen sowie zur Warmwasserbereitung verwendet wird. Zur Umwandlung der Abwärme in Heizwärme ist Antriebsenergie notwendig. Neben dem Lüftungssystem kann die Wärmepumpe auch mit Fotovoltaikanlagen oder Solarthermie kombiniert werden. Wer mit seiner Fotovoltaikanlage Strom zur Eigennutzung erzeugt, kann finanziell sparen und tut etwas für die Umwelt. Ist die erzeugte Strommenge identisch mit der Energiemenge, die zum Antrieb der Wärmepumpe benötigt wird, so kann der Nutzer der Wärmepumpenanlage heizen, ohne Kohlenstoffdioxid zu erzeugen. Wer Solarthermie mit Wärmepumpenanlagen kombinieren möchte, der kann die erzeugte Energie zur Warmwasserbereitung sowie zum Heizen nutzen.

Welche Energiequelle nutzt eine Wärmepumpe?

Im Wesentlichen nutzt eine Wärmepumpe gespeicherte Sonnenenergie. Diese Sonnenenergie kann aus drei unterschiedlichen Bereichen gezogen werden. Die Wärmepumpe kann die Energie aus der Erde, aus dem Grundwasser oder aus der Luft beziehen. Anhand der Bezugsquelle werden auch die Wärmepumpenvarianten unterschieden. So sind beispielsweise Wasser/Wasser-, Sole/Wasser- sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen auf dem Markt erhältlich.

Bezugsquelle Erdwärme

Erdwärme als Bezugsquelle kann über zwei verschiedene Wege bereitgestellt werden. Entweder werden horizontale Erdwärmekollektoren für die Wärmepumpe genutzt oder es werden vertikale Erdwärmesonden eingesetzt, um Erdwärme für die Wärmepumpe bereitzustellen. Damit die Gewinnung bzw. Bereitstellung der Erdwärme funktioniert, wird als Arbeitsmittel frostsichere Sole eingesetzt oder es wird Kältemittel genutzt. Das Kältemittel kommt bei Direktverdampfern zum Einsatz. Sowohl die Sole als auch das Kältemittel können dem Erdreich die notwendige Energie entziehen. Die Wärmepumpe erhöht das Temperaturniveau, um zu heizen oder Warmwasser zu bereiten.

Werden Erdwärmesonden benutzt, ist eine senkrechte Bohrung in das Erdreich notwendig. Es müssen Kunststoffrohre (u-förmige) in die Erde eingebracht werden. Die Sonde, die dazu benutzt wird, dringt ca. 140 Meter tief in die Erde ein. Eine solche Bohrung ist nur nach Genehmigung möglich und darf nur von einem Bohrunternehmer durchgeführt werden. Bei der Nutzung der Erdwärmesonde wird davon ausgegangen, dass ab ca. 10 Metern im Erdreich die Temperatur konstant ist. Wie tief der Bohrer in das Erdreich eindringen muss, hängt auch von der Erdbeschaffenheit und dementsprechend von der Wärmeleitfähigkeit des Bodens ab. Zur Nutzung von Erdwärmesonden ist nur eine kleine Fläche notwendig.

Erdwärmekollektoren sind Flächenkollektoren, die unterhalb der Frostgrenze waagerecht verlegt werden. In ca. 1 bis 1,5 Metern werden Rohrsysteme in die Erde eingebracht. Die Fläche, in der die Rohrsysteme verlegt werden, darf weder bebaut, noch versiegelt werden. In der geringen Erdtiefe wird die Wärme aus der Sonneneinstrahlung sowie aus dem Regenwasser genommen. Daher darf die Fläche auch nicht mit Pflanzen bepflanzt werden, die tiefe Wurzeln ausbilden. Der Vorteil der Erdwärmekollektoren liegt in den Kosten. Im Gegensatz zur Erdwärmesonde ist die Verlegung von Erdwärmekollektoren weniger aufwendig.

Erdwärmesonde und Erdwärmekollektoren sind beides hervorragende Quellen, die eine Wärmepumpe nicht nur zum Heizen nutzen kann, sondern auch zur passiven Kühlung verwenden kann.

Bezugsquelle Grundwasser

Zur Nutzung von Grundwasser als Wärmequelle muss ein Förderbrunnen Wasser nach oben pumpen. Dem Grundwasser wird Wärme entzogen und das Wasser wird anschließend durch einen sogenannten Schluckbrunnen zum Grundwasser geführt. Diese Wärmepumpenbezugsquelle funktioniert nur, wenn die Gegebenheiten vor Ort stimmen und Grundwasser genutzt werden kann. Die Wärmepumpen, die Grundwasser nutzen, unterliegen der Bewilligung. Eine Grundwasser-Wärmepumpe kann auch zur passiven Kühlung genutzt werden. Die Grundwasser-Wärmepumpen-Systeme liegen bei den Arbeits- und Leistungszahlen ganz vorne. Ob ein solches System für ein Haus infrage kommt, kann bei einem Brunnenbrauer in Erfahrung gebracht werden. Weiterführende Informationen zur Bewilligung und Bewilligungsverfahren können die jeweiligen Kontaktstellen der Landesregierungen und der Bundesregierung geben.

Bezugsquellen Abluft und Außenluft

Wärmepumpen, die Abluft bzw. Außenluft als Wärmequelle nutzen, sind weniger aufwendig in der Installation als andere Wärmepumpenvarianten und zudem sind die Investitionskosten geringer. Luft ist zudem überall vorhanden und eine solche Wärmepumpe bedarf keiner speziellen Genehmigung, wie beispielsweise die Grundwasserwärmepumpe. Die Luftwärmepumpen werden nicht nur im Neubaubereich, sondern auch im Sanierungsbereich gerne genutzt. Wenn die Temperaturen im Außenbereich hoch sind, kann die Wärmepumpe besonders effektiv die Wärme aus der Luft beziehen. Die gewonnene Wärme wird beispielsweise für die Warmwasserbereitung genutzt. Abluft als Wärmequelle liefert konstant hohe Temperaturen und lässt sich ebenfalls gut von einer Wärmepumpe nutzen. Im Winter kann weniger Wärme aus der Luft gezogen werden als im Sommer, weswegen die Luftwärmepumpe gegenüber anderen Varianten im Winter weniger effizient arbeitet. Dennoch kann sich die Luftwärmepumpe durch die geringen Investitionskosten gegenüber anderen Wärmepumpenvarianten lohnen. Abluft kann von einer Wärmepumpe in Kombination mit einer Wohnraumlüftung genutzt werden. Auch Brauchwasser-Wärmepumpen nutzen Abluft zur Wärmegewinnung.

Welche Wärmepumpenarten sind im Handel erhältlich?

Wärmepumpen werden nach ihren Energiequellen in Erdwärmepumpe, Grundwasserwärmepumpe und Luftwärmepumpe eingeteilt. Des Weiteren werden Wärmepumpen auch nach der Art der Wärmeweitergabe unterschieden. Es sind Luft-Luft Wärmepumpen, Luft-Wasser Wärmepumpen, Sole-Wasserwärmepumpen und Wasser-Wasser Wärmepumpen auf dem Markt erhältlich.

Erdwärmepumpe

Die Erdwärmepumpe nutzt die Wärme des Erdreichs. Technisch werden zwei verschiedene Verfahren genutzt. Der interessierte Hausbauer hat die Wahl zwischen Erdkollektoren und Erdwärmesonden. Welche Wärmequelle am Besten geeignet ist hängt, von den Gegebenheiten vor Ort (Bodenbeschaffenheit, Wärmeleitfähigkeit des Bodens), dem Energiebedarf sowie der Grundstückgröße ab. Selbstverständlich dürfen bei der Wahl der Erdwärmevariante auch die Bedürfnisse der Nutzer nicht vernachlässigt werden.

Grundwasserwärmepumpe

Die Temperatur des Grundwassers liegt das ganze Jahr zwischen 8 °C und 12 °C. Das bedeutet, dass die Temperatur des Grundwassers konstant gehalten wird und Grundwasser eine effektive Wärmequelle darstellt. Grundwasserwärmepumpen müssen wasserrechtlich genehmigt werden. Die Wärmepumpenvariante ist für kleine Grundstücke geeignet. Zum Betrieb der Pumpen müssen ein Entnahmebrunnen und ein Sickerbrunnen angelegt werden, die nicht viel Platz wegnehmen.

Luftwärmepumpe

Luftwärmepumpen müssen nicht genehmigt werden. Sie beziehen die Wärme aus einer unbegrenzten Energiequelle und sind, gegenüber anderen Wärmepumpenvarianten, einfach zu installieren. Die Kombination aus geringen Erschließungskosten, unabhängiger Standortinstallation und regenerativer Energiequelle machen die Luftwärmepumpe für viele Hausbauer und Haussanierer interessant. Unterschieden werden die Luft-Split-Wärmepumpen von den kompakten Luftwärmepumpen. Letztere besitzen nur eine Außeneinheit, welche die Wärmepumpe darstellt. Die Luft-Split-Varianten besitzen einen Außenluftverdampfer (Außenbereiche) und eine Wärmepumpe (Innenbereich).

Luft-Luft Wärmepumpen

Diese Wärmepumpen nutzen die Abluftwärme und beheizen einen Raum bzw. ein Gebäude über die Lüftung. Die Luft-Luft Wärmepumpe kann nur zusammen mit einer Lüftungsanlage genutzt werden. Der Abluft wird bei der Wärmepumpenvariante die Wärme entzogen. Die entzogene Wärme wird der frischen Luft wiederum zugeführt. Eingesetzt wird die Luft-Luft Wärmepumpe beispielsweise in Passivhäusern.

Luft-Wasser Wärmepumpe

Bei der Luft-Wasser Wärmepumpe wird die Wärmeenergie der Umgebungsluft genutzt, um Wasser zu heizen. Das erwärmte Wasser wird genutzt, um beispielsweise die Räume eines Gebäudes zu heizen. Luft-Wasser Wärmepumpen sind vergleichsweise schnell installiert und können kostengünstig angeschafft sowie genutzt werden. Es ist kein Genehmigungsverfahren notwendig, um die Systeme zu installieren. Die Effizienz der Luft-Wasser Wärmepumpen ist stark von der Außentemperatur abhängig.

Sole-Wasser Wärmepumpe

Die Sole-Wasser Wärmepumpe ist eine Erdwärmepumpe, die Wärme aus dem Erdreich nutzt und ein Gebäude über ein Wasser führendes System beheizen kann.

Wasser-Wasser Wärmepumpe

Die Wasser-Wasser Wärmepumpe funktioniert mit einem Wasserreservoir oder mittels Grundwasser. Dem Wasser wird Wärme entzogen und die Wärme wird einem Wasser führenden System zugeführt, um ein Gebäude zu heizen. In der Regel wird Grundwasser als Wärmequelle verwendet, da es stets eine konstante Temperatur aufweist. Grundwasserwärmepumpen benötigen zwei Brunnen und sind eine teure Wärmepumpenvariante.

Neben Grundwasser wird in moderneren Systemen auch Abwasser als Wärmequelle genutzt. Die technischen Voraussetzungen dafür sind allerdings höher und eine solche Wärmepumpe muss genehmigt werden.

Anbieter von Wärmepumpen in Österreich

Nachfolgend werden vier Wärmepumpenhersteller genannt, die auch in Österreich tätig sind. Es gibt weitere Hersteller und Anbieter von Wärmepumpen; die im Text genannten sind nur Beispiele für Anbieter unterschiedlicher Wärmepumpentypen.

iDM

Die Firma iDM wurde 1977 in Österreich gegründet und zählt in Europa zu den Vorreitern der nativen Ressourcennutzung. Egal ob Erde, Luft, Wasser oder Sonne, iDM macht regenerative Energiequellen nutzbar und zeichnet sich durch Innovation und Entwicklungskompetenz aus. Über 40 Jahre Erfahrung hat iDM in der Entwicklung von Wärmepumpen und das Unternehmen besitzt das EHPA-Gütesiegel sowie die MCS Akkreditierung für Wärmepumpen.

Heliotherm

Das Unternehmen Heliotherm wurde 1987 gegründet und besitzt zahlreiche Patente sowie Auszeichnungen. Heliotherm setzt auf Kundenzufriedenheit und arbeitet mit ca. 180 Kompetenzpartnern zusammen. Das Unternehmen bietet beispielsweise Erdwärmepumpen (Solewärmepumpen), Luftwärmepumpen (Split-System), Brauchwasserwärmepumpen zur Warmwasserbereitung sowie Grundwasserwärmepumpen an.

Wärmepumpen von Ochsner

Die Ochsner Wärmepumpen GmbH ist ein österreichisches Familienunternehmen, das seit über 30 Jahren Wärmepumpen produziert. Das Unternehmen hat bis 1978 Anlagen und Pumpen produziert. Die Ochsner Wärmepumpen GmbH war einer der ersten industriellen Produzenten von Wärmepumpen in Europa. Dank jahrzehntelanger Erfahrung in Entwicklung und Produktion von Wärmepumpen liefert Ochsner innovative und optimierte Produkte, wie beispielsweise Luft-Wasser Wärmepumpen, Sole-Wasser Wärmepumpen und Wasser-Wasser Wärmepumpen.

Nibe Wärmepumpen

Wer Sole-Wasser Wärmepumpen, Luft-Wasser Wärmepumpen oder Abluft-Wärmepumpen sucht, der ist auch bei Nibe an der richtigen Adresse. Neben anderen Heizsystemen und Kaminöfen produziert das Unternehmen auch Wärmepumpen und kann mit 30-jähriger Erfahrung in der Herstellung der effizienten Pumpensysteme werben.

Häufige Fragen zu Wärmepumpen

Wie viel Energie kann mit einer Wärmepumpe eingespart werden?

Wer eine Wärmepumpe installieren möchte, der kann gegenüber herkömmlichen Heizsystemen (Gas, Öl) deutlich an Heizkosten sparen. Die kosteneffiziente Wärmepumpe bietet vielseitige Einsatzbereiche (Warmwasserbereitung, Heizung, Lüftung) und ist vor allem für Energiesparhäuser sowie Häuser mit effektiven Wärmedämmungen zu empfehlen. Sogenannte Passivhaussysteme sowie die bekannteren Niedrigenergiehäuser sind der Zielbereich von Wärmepumpen. Mit einer Wärmepumpe können Heizkosten von bis zu 50 % eingespart werden. Im Internet sind entsprechende Heizkostenvergleiche möglich, die Verbrauch und Preise verschiedener Heizsysteme gegenrechnen.

Wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet, zeigt beispielsweise die „Arbeitszahl“. Diese zeigt dem Nutzer das Verhältnis von Wärmeleistung zur benötigten elektrischen Antriebsenergie auf. Die Arbeitszahl wird meistens auf ein Jahr bezogen und dementsprechend als Jahresarbeitszahl (JAZ) bezeichnet. Je nach Wärmequelle und Einsatzgebiet der Wärmepumpe (sanierter Altbau, Neubau) liegt die JAZ zwischen 3 und 5. Eine Jahresarbeitszahl von 4 bedeutet, dass 4 kWh Wärme durch den Einsatz von 1 kWh elektrischer Antriebsenergie gewonnen werden können. Es bedeutet auch, dass 3 kWh der erzeugten Wärme kostenlos durch die Umwelt erzeugt werden.

Gute Wärmepumpen sind mit dem EHPA-Gütesiegel gekennzeichnet. Beim Kauf eines Heizungssystems sollte zudem auf das Energylabel geachtet werden. Dieses „Label“ wird seit September 2015 eingesetzt, um die deutliche Energieeffizienz einer Wärmepumpe bzw. eines Wärmepumpensystems anzuzeigen.

Gibt es Erkenntnisse zur zukünftigen Nutzung von Wärmepumpen in Österreich?

Im Jahr 2016 wurde ein Endbericht herausgegeben, der eine Technologieroadmap für Wärmepumpen in Österreich enthält. Der Endbericht ist unter dem Link https://nachhaltigwirtschaften.at/resources/nw_pdf/1608_endbericht_oesterreichische_technologieroadmap_fuer_waermepumpen.pdf?m=1469661515 einsehbar.

Der Bericht sagt im Wesentlichen aus, dass der Verkauf von Heizungswärmepumpen kontinuierlich angestiegen ist (bis 10 kW). Durch die einfache Installation und die niedrigen Investitionskosten sind Luft-Wasser Wärmepumpen beliebt. Der Trend wird sich auch bis 2030 fortsetzen. Der Bericht führt an, dass Wärmepumpen im Neubaubereich technologisch ausgereift sind. Für den Sanierungsbereich ist noch Forschungs- und Entwicklungspotenzial bis 2030 gegeben. Der Einsatz von Wärmepumpen in sanierten Gebäuden wird, laut Bericht, von vielen Expertinnen und Experten als Zukunftsmarkt angesehen. Forschung sollte vor allem in den kombinierten Wärmepumpensystemen, die Kühlen und Heizen sowie im Bereich der Großwärmepumpen für sanierungsbedürftige Gebäude vorangetrieben werden.

Luft- sowie Wasser-Split-Wärmepumpen besitzen gewisse Schallemissionen, die zu Absatz- und Akzeptanzproblemen führen könnten. Um diese Wärmepumpenvarianten für den Massenmarkt fit zu machen, sollten die Schallemissionen reduziert werden.

Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Wärmepumpen können zur passiven oder aktiven Kühlung genutzt werden. Des Weiteren sind Systeme erhältlich, die eine Kombination aus passiver und aktiver Kühlung anbieten. Eine Wärmepumpe mit passiver Kühlungsmöglichkeit kann die Raumtemperatur um ca. 5 °C senken. Wer eine bessere Kühlung benötigt, der sollte auf eine Wärmepumpe mit aktiver Kühlung zurückgreifen. Grundwasser- sowie Erdwärmepumpen können die kühlen Temperaturen der Erde nutzen und benötigen zur Kühlung nur einen geringen Energieaufwand. Muss ein Gebäude stärker gekühlt werden, dann kann eine Wärmepumpe mit aktiver Kühlung den Wärmepumpen-Kreislauf umkehren.

Welche Anschaffungskosten hat eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen sind gegenüber anderen Heizarten (Öl, Gas) teuer in der Anschaffung. Die niedrigen Heizkosten und die Umweltfreundlichkeit der Wärmepumpe rechtfertigen den Anschaffungspreis. Die Anschaffungskosten können, je nach Wärmepumpenart, unterschiedlich ausfallen. Die nachfolgend genannten Preise müssen nicht akkurat sein, sondern geben nur einen ungefähren Richtwert wieder. Des Weiteren können die Preise, modell- und herstellerabhängig, von den genannten Preisen in diesem Text enorm abweichen.

Eine Luft-Luft Wärmepumpe kostet ungefähr zwischen 14.000 und 16.000 Euro. Die Luft-Wasser Wärmepumpe besitzt einen Anschaffungspreis von 14.000 bis 17.000 Euro. Die Sole-Wasser Wärmepumpe ist teurer in der Anschaffung als die zuvor genannten Exemplare und kostet zwischen 18.000 und 23.000 Euro. Wer eine Wasser-Wasser Wärmepumpe in seinem Neubau oder dem sanierten Altbau haben möchte, der sollte mit Kosten von 25.000 bis 30.000 Euro rechnen.

Welche Wärmepumpe ist die richtige für mich?

Bei der Wahl der richtigen Wärmepumpe müssen die Gegebenheiten vor Ort beachtet werden. Als Wärmequellen kommen Wasser, Luft sowie Erde in Betracht und bestimmte Pumpenvarianten, wie Grundwasserwärmepumpen und Erdwärmepumpen, müssen genehmigt werden. Luftwärmepumpen, die der Außenluft Wärme entziehen, arbeiten im Sommer energieeffizienter als im Winter, dafür sind sie mit weniger Aufwand zu installieren als Erd- und Grundwasserwärmebrunnen. Des Weiteren kommt es bei der Wahl der Wärmepumpe auf die Gebäudekonstruktion an. Luftwärmepumpen werden beispielsweise in Passivhäusern verwendet. Wärmepumpen sollten generell in energieeffizienten Häusern genutzt werden, wo sie eine effektive Möglichkeit darstellen, Energie zu sparen. Wer eine Grundwasserwärmepumpe bevorzugt, der sollte bedenken, dass zwei Brunnen auf dem Grundstück nötig sind, um die Wärmepumpe zu betreiben. Des Weiteren sollte die Wärmezuführung beachtet werden. Es gibt die Möglichkeit, die Wärme per Raumlüftung einzuleiten oder sie dem Gebäude über ein Wasserzulaufsystem (Heizkörper, Flächenheizungssystem) zukommen zu lassen. Einige Energieversorger in Österreich bieten für Wärmepumpen zudem spezielle Stromtarife an. Wer eine Wärmepumpe nicht nur für Neubauten wie Passiv- und Niedrigenergiehäuser sucht, sondern Altbauten mit der effizienten Heizvariante ausstatten möchte, der sollte zunächst eine umfassende Gebäudesanierung in Betracht ziehen. Hersteller, Anbieter und Installateure von Wärmepumpen können eingehend zu den einzelnen Möglichkeiten beraten und sich die Situation vor Ort ansehen. Durch eine umfassende Beratung kann das richtige Heizkonzept gefunden werden.

Gibt es Wärmepumpen für Pools?

Wer einen Außenpool besitzt und auch im Frühjahr warmes Poolwasser haben möchte, der kann eine Wärmepumpe nutzen. Es sind spezielle Schwimmbad-Wärmepumpen im Handel erhältlich, die aus der Umgebung (Luft) Wärme ziehen und diese in den Pool führen. Der Clou dabei ist, dass die Schwimmbad-Wärmepumpen nur wenig Energie verbrauchen. Wenn für die Beheizung eines Pools beispielsweise 10 kW notwendig sind, dann werden nur ca. 2 kW Strom für den Antrieb der Pumpe benötigt und ca. 8 kW werden aus der Umgebung erzeugt. Die Wärmegewinnung aus der Umgebung ist umso effizienter, je höher die Außentemperatur ist. Die Leistungszahl (COP-Wert) einer Wärmepumpe, die 10 kW erzeugt und nur 2 kW dabei verbraucht, liegt bei 5. Der COP 5 bedeutet, dass nur 20 % der erforderlichen Wärme, um das Schwimmbad zu beheizen, aus dem Stromnetz zugeführt werden muss. Moderne Schwimmbad-Wärmepumpen arbeiten effizient und sorgen über die gesamte Badesaison für wohlig warme Temperaturen im Pool. Wie schnell mit einer Wärmepumpe die gewünschte Pooltemperatur erzielt wird, ist von der Ausgangstemperatur im Pool abhängig.

Welche Bedeutung besitzt der COP-Wert?

Der COP-Wert wird auch Leistungszahl genannt und gibt an, wie gut die Wärmepumpe arbeitet. Beim COP-Wert (Coefficient of Performance) wird nicht die Effizienz des ganzen Jahres gemessen, sondern der optimale Betriebspunkt ist für die Bestimmung des COP-Werts ausschlaggebend. Der COP-Wert kann nur im Labor gemessen werden, da konstante Betriebsbedingungen vorherrschen müssen. In einem Gebäude wechseln die Betriebsbedingungen häufig. Der COP-Wert kann als Qualitätsmerkmal betrachtet werden und gibt dementsprechend die Qualität einer Wärmepumpe sowie eines Wärmepumpenherstellers wieder. Generell kann nicht vom COP-Wert auf den Energiebedarf geschlossen werden, der zu erwarten ist. Der optimale Betriebspunkt wird in einem realen Gebäude kaum erzielt, weshalb die Jahresarbeitszahl, die in einem Gebäude unter realen Bedingungen erzielt wird, immer niedriger ist als der COP-Wert. Die Jahresarbeitszahl, auch JAZ genannt, wird durch den SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance) angegeben. Dieser ist seit September 2015 als weitere Angabe bei Wärmepumpen zu finden. Der SCOP-Wert gibt die Leistung der Wärmepumpe realistischer wieder als der COP-Wert. Die Messung des SCOP-Werts wird bei 4 unterschiedlichen Temperaturen durchgeführt, die nach dem jeweiligen klimatischen Bedingungen ausgelegt sind. Wärmepumpensysteme, die ihre Leistung den wechselnden Bedingungen gut anpassen können, also eine modulierende Leistung zeigen, besitzen Vorteile. Der SCOP-Wert bezieht auch weitere Faktoren, wie Energieaufwand für Heizstäbe (sofern vorhanden) und Stand-by-Verluste, mit ein.

Eigenheim sanieren und Wärmepumpe einbauen

Heizen und Warmwasserbereitung verbrauchen viel Energie, wenn die falsche Heizungsanlage eingebaut ist. Alte Heizungsanlagen arbeiten in der Regel nicht energieeffizient und können im Rahmen einer Heizungssanierung ersetzt werden. Die Heizungsanlage durch eine Öl- oder Gasanlage zu ersetzen, sollte vor der Installation durchgerechnet werden, denn die Energiepreise sind hoch und eine energieeffiziente Wärmepumpe kann eventuell für Brauchwasser und zum Heizen nachgerüstet werden. Neue Entwicklungen führen dazu, dass die Wärmepumpe auch bei Altbauten genutzt werden kann und dort Einsparpotenzial besitzt. Die Energiekosten sowie der CO2-Ausstoß können bestenfalls reduziert werden.

Wer seinen Altbau mit einer Wärmepumpe ausstatten möchte, der sollte prüfen lassen, welche Wärmequelle infrage kommt. Welche Heizenergiemenge benötigt wird, das steht in einem Altbau meist fest und lässt sich anhand des Gas- oder Ölverbrauchs feststellen. Wenn hohe Temperaturen (Vorlauftemperaturen über 50 °C) in einem Altbau benötigt werden, dann sollte ein kombinierter Betrieb (Kessel plus Wärmepumpe) geprüft werden, da die Wärmepumpe den Heizbedarf wohl nicht alleine schaffen wird. Bei Vorlauftemperaturen unter 50 °C kann eine Wärmepumpe eventuell das Heizen des Gebäudes alleine übernehmen. Es ist ratsam, durch einen Spezialisten die Möglichkeiten einen Altbau mit einer Wärmepumpe auszustatten, durchrechnen zu lassen. Wichtig ist, dass der Heizungsbetrieb und die Warmwasserbereitung durch eine Wärmepumpe energieeffizienter werden und gleichzeitig leistbar sind.

Welche Wärmepumpen-Förderungen gibt es in Österreich?

Sowohl Bund als auch die Bundesländer fördern den Einbau von Wärmepumpen. Die Förderungen sind je nach Bundesland, Kommune und je nach Energieversorgungsunternehmen unterschiedlich. Des Weiteren gibt es Unterschiede in der Förderung von Privathaushalten und Industrie. Fakt ist aber, dass Wärmepumpen finanziell gefördert werden. Auch der Hersteller bzw. eine hohe Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe kann bei der Förderung eine Rolle spielen. Es ist ratsam, sich für weiterführende Informationen an die Energieversorger, wie beispielsweise KELAG, Linz AG, Enamo, Energie AG, Energie Burgenland, KELAG Powerpartner, TIWAG, Salzburg AG, VKW, Wien Energie, Energie Stmk und EVN zu wenden. Weiterführende Informationen zur Förderung von Wärmepumpen in Österreich sind auch bei Energie Tirol Fördermatrix, Netzwerk Wärmepumpe Tirol, Wärmepumpe Austria, Austrian Energy Agency und unter Wärmepumpe Austria Fördertabelle Energieversorger erhältlich.